Chris Pfister, Gründer von Chrisana, spricht über Nahrungsergänzungsmittel, die nicht nur «natürlich» klingen, sondern auf wissenschaftlich basierten Rezepturen und nachhaltigen Wirkstoffen aufbauen. Er erklärt, warum handwerkliche Produktion, enge Zusammenarbeit mit Lohnherstellern und die Umstellung auf Glas und Karton für ihn kein Marketing, sondern Konsequenz sind. Und er zeigt, wohin die Reise geht: Darmsanierung, Immunsystem und Longevity als zentrale Themen der nächsten Jahre.
Interview: Ronnie Hürlimann

Herr Pfister, wie würden Sie Chrisana in einem Satz beschreiben – und was macht die Marke aus Ihrer Sicht einzigartig?
Wir bieten unseren Kunden ein Vollsortiment an Nahrungsergänzungsmittel von eigenen wissenschaftlich basierten Rezepturen aus meist biologisch und nachhaltig gewonnenen Wirkstoffen und wenn immer möglich aus weitgehend handgefertigter Produktion. Dank unseren wissenschaftlichen Mitarbeitern und Beratern finden wir auch immer wieder neue Wirkstoffe und Zusammensetzungen, um den steigenden Anforderungen unserer Kundschaft für hochwertige Produkte gerecht zu werden.
Wie begann Ihre persönliche Reise in die Welt der Natur- und Gesundheitsprodukte?
Als studierter Agronom kannte ich viele natürliche Wirkstoffe aus meiner früheren Tätigkeit und war als Geschäftsführer eines schweizweit tätigen ähnlichen Anbieters schon mit der Produktion befasst, bevor ich mich vor 30 Jahren selbständig machte. Zusätzlich haben mich die vielen in den letzten Jahren entdeckten und in Studien getesteten neuen Wirkstoffe sehr interessiert, womit wir auch immer wieder interessante Neuigkeiten auf den Markt bringen können.
Was war bei der Entwicklung der ersten Chrisana-Produkte die grösste Herausforderung?
Die Marke Chrisana als Newcomer zu etablieren. Es braucht Zeit und Geduld, aber unsere Kunden haben Vertrauen gewonnen und sind begeistert von unseren Produkten und Neuheiten.
Nachhaltigkeit und Natürlichkeit sind Schlagworte – wie setzt Chrisana diese Werte konkret um?
Durch unsere guten Kontakte direkt mit den Lohnherstellern wissen wir wie unsere Produkte hergestellt werden und können uns auch einbringen mit unseren Wünschen und Anforderungen für eine nachhaltige Produktion. Wir haben letztes Jahr fast sämtliche Produkte auf recyclebares Glas oder Karton-Beutel umgestellt und konnten so die Verwendung von Plastikdosen weitgehend eliminieren.

Viele Menschen beschäftigen sich aktuell intensiv mit Gesundheit, Ernährung und Vorsorge – was sehen Sie als die wichtigsten Trends für die kommenden Jahre?
Der Trend geht heute Richtung Darmsanierung und Stärkung des Immunsystems vor allem im Darmtrakt, wo 80% der Immunabwehr stattfindet. Die Erhaltung und Sanierung der Darmflora ist ein wichtiges Thema, dem mehr und mehr Beachtung geschenkt werden wird.
Ein weiteres Thema ist ‚Longevity‘ mit Produkten zur Unterstützung der Energie und Abwehrkräfte. Auch in diesem Segment werden wir in Kürze mehrere interessante Produkte lancieren.
Spüren Sie die wachsende Offenheit gegenüber Naturprodukten und wenn ja: worauf führen Sie dies zurück?
Wir führen die zunehmende Nachfrage nach Naturprodukten auf die immer ausführlichere wissenschaftlich basierte Information in den sozialen Medien sowie die immer bessere Information der Konsumenten zurück.

Chrisana ist heute in Apotheken und Drogerien erhältlich – wie wichtig ist für Sie die Präsenz im stationären Handel?
Der Verkauf unserer Produkte im Detailhandel, vorab in Apotheken und Drogerien ist für uns eminent wichtig, denn viele Konsumenten, v.a. der älteren Generation schätzen nach wir vor die gute Beratung durch Fachleute. Unsere Swissmedic-zertifizierten Produkte (zBsp. ZINTONA) dürfen nur in diesen Kanälen verkauft werden, was auch für unsere Nahrungsergänzungsmittel hilfreich ist.
Blick in die Zukunft: Wo sehen Sie Chrisana in fünf Jahren?
Wir hoffen, dass die Chrisana Produkte weiterhin starkes Wachstum zeigen und wir den zunehmenden Anforderungen unserer Kundschaft gerecht werden können. Wir werden alles daransetzen, unseren Service weiter zu verbessern und unser Produktesortiment fortlaufend dem aktuellen Wissensstand anzupassen.







